Erfahrungen & Bewertungen zu Villa Trufanow

Wenn Unternehmen eine Inhouse-Schulung planen, stehen häufig zuerst Inhalte, Trainer, Technik, Terminplanung und Teilnehmerzahl im Mittelpunkt. Der Ort wird dagegen oft als organisatorische Randfrage behandelt: Es braucht einen Raum, ausreichend Stühle, eine Präsentationsfläche und möglichst stabiles WLAN. Für viele Formate reicht das auch aus. Bei anspruchsvolleren Weiterbildungen ist der Raum jedoch mehr als eine Hülle. Er beeinflusst, wie Menschen miteinander sprechen, ob sie sich beteiligen, ob vertrauliche Themen bearbeitet werden können und ob der Transfer in den Arbeitsalltag gelingt.

Besonders bei Kommunikationstrainings, Konflikttrainings, Deeskalationstrainings, Führungskräfte-Workshops und KI-Schulungen kann der Lernort selbst zum methodischen Faktor werden. Eine ruhige Umgebung, räumliche Distanz zum Arbeitsalltag, eine diskrete Gesprächsatmosphäre, gute Akustik, flexible Raumformen und Pausenbereiche verändern die Qualität eines Trainings spürbar. Nicht jeder Ort macht automatisch ein gutes Training. Aber ein professionell gewählter Ort kann Bedingungen schaffen, unter denen echte Arbeit an Haltung, Verhalten, Kommunikation und Zusammenarbeit möglich wird.

Darüber sprechen wir mit Kay Schönewerk. Er ist Geschäftsführer der 4iMEDIA GmbH, fachlich mit der Bildungsakademie am Rosental verbunden und arbeitet als Autor, Speaker, Dozent, Seminarleiter und Berater. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in Inhouse-Weiterbildung, Kommunikation, Konfliktkommunikation, Deeskalation, KI-Kompetenz, Trainingsdesign, Moderation und Lerntransfer.

 

Kurzprofil des Gesprächspartners

Kay Schönewerk betrachtet Weiterbildungsformate nicht nur über Inhalte, sondern über das Zusammenspiel von Zielgruppe, Thema, Gruppendynamik, Raum, Methode und Transferdesign. In seiner Arbeit mit Organisationen geht es häufig um anspruchsvolle Lern- und Gesprächssituationen: schwierige Kommunikation, Konflikte im Team, Deeskalation im beruflichen Alltag, Führungskommunikation, KI-Kompetenz oder die Frage, wie Wissen in konkretes Handeln übersetzt wird.

Im Interview ordnet er ein, warum ein externer Schulungsort, eine Tagungsvilla oder ein geschützter Lernraum für bestimmte Formate sinnvoll sein kann und welche Kriterien Unternehmen bei der Planung beachten sollten.

 

Warum ist der Ort für eine Inhouse-Schulung mehr als nur eine organisatorische Frage?

Kay Schönewerk: Der Ort wird bei Inhouse-Schulungen oft unterschätzt, weil er zunächst sehr praktisch erscheint. Man fragt: Wie viele Personen passen hinein? Gibt es WLAN? Gibt es Beamer, Leinwand, Flipchart und Kaffee? Das sind wichtige Fragen, aber sie greifen zu kurz. Der Raum beeinflusst auch, wie Menschen sich verhalten. Er entscheidet mit darüber, ob eine Gruppe frontal zuhört, ob sie miteinander arbeitet, ob sie offen spricht oder ob sie innerlich im Arbeitsmodus bleibt.

Für reine Wissensvermittlung kann ein funktionaler Seminarraum völlig ausreichen. Wenn es aber um Kommunikation, Konflikte, Führung, Deeskalation oder KI-Anwendung im Arbeitsalltag geht, verändert sich der Anspruch. Dann brauchen Teilnehmende nicht nur Informationen, sondern Beteiligung, Reflexion, Übung und manchmal auch die Bereitschaft, eigene Routinen zu hinterfragen. Der Raum kann diese Arbeit erleichtern oder erschweren.

Ein guter Lernort unterstützt Konzentration, Beteiligung und psychologische Sicherheit. Er bietet genug Bewegungsraum für Methodenwechsel, genug Ruhe für Reflexion und genug Flexibilität für Plenum, Kleingruppen, Fallarbeit und Transferaufgaben. Deshalb ist der Ort keine Nebensache, sondern Teil des Trainingsdesigns.

 

Welche Wirkung hat eine Villa als Lern- und Tagungsort?

Kay Schönewerk: Eine Villa als Lern- und Tagungsort wirkt zunächst über Atmosphäre. Das kann man sachlich betrachten, ohne den Ort zu romantisieren. Architektur, Licht, Raumhöhe, Materialien, Blickachsen, Ruhe und die räumliche Trennung vom normalen Arbeitsplatz erzeugen ein anderes Ankommen. Menschen betreten nicht einfach den nächsten Besprechungsraum, sondern einen Ort, der aus dem Alltag herausführt. Genau das kann für bestimmte Weiterbildungsformate hilfreich sein.

Eine Tagungsvilla kann einen Rahmen schaffen, in dem Gespräche bewusster geführt werden. Der Ortswechsel signalisiert: Wir nehmen uns Zeit. Wir verlassen den operativen Druck. Wir arbeiten an Themen, die nicht zwischen zwei Meetings erledigt werden können. Das ist besonders relevant bei Führungskräfteentwicklung, Konfliktklärung, Teamreflexion oder Kommunikation unter Druck.

Gleichzeitig reicht die Villa allein nicht aus. Ein schöner Ort macht noch kein gutes Training. Entscheidend ist, ob der Ort methodisch genutzt wird. Gibt es Raum für Plenum und Kleingruppen? Können Teilnehmende sich bewegen? Gibt es Bereiche für Pausen und informelle Gespräche? Ist Diskretion gewährleistet? Kann Technik sinnvoll eingebunden werden? Erst dann wird aus einer repräsentativen Umgebung ein professioneller Lernraum.

 

Warum spielt Vertraulichkeit bei Kommunikationstrainings eine so große Rolle?

Kay Schönewerk: Kommunikationstrainings werden häufig zu harmlos beschrieben. Es geht nicht nur darum, schöne Gesprächsregeln kennenzulernen oder Feedbacksätze zu üben. In vielen Organisationen stehen reale Spannungen dahinter: unausgesprochene Erwartungen, Rollenunklarheiten, Überlastung, Führungskonflikte, Missverständnisse, Rückzug, Ärger oder Unsicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen. Wenn solche Themen bearbeitet werden sollen, braucht es Vertraulichkeit.

Vertraulichkeit bedeutet nicht, dass alles geheim oder dramatisch sein muss. Es bedeutet, dass Menschen sicher sein können, dass ihre Beiträge nicht außerhalb des Raums gegen sie verwendet werden. Diese Sicherheit ist eine Voraussetzung für echte Beteiligung. Wer befürchten muss, dass ein Beispiel später auf dem Flur, in der Abteilung oder im Führungskreis falsch zitiert wird, bleibt an der Oberfläche.

Ein externer, diskreter Ort kann hier helfen. Er schafft Abstand zu internen Routinen und reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Teilnehmende ständig von Alltagsaufgaben, Kollegen oder spontanen Unterbrechungen eingeholt werden. Gerade bei Kommunikationstrainings, Feedback-Trainings und Deeskalationstrainings ist diese geschützte Gesprächsatmosphäre ein Qualitätsfaktor.

 

Was brauchen Konflikttrainings räumlich, damit echte Arbeit möglich wird?

Kay Schönewerk: Konflikttrainings brauchen mehr als einen Raum für Wissensvermittlung. Sie brauchen eine Struktur, in der unterschiedliche Arbeitsformen möglich sind. Es gibt Phasen, in denen fachlicher Input sinnvoll ist: Was ist ein Konflikt? Wie entstehen Eskalationsdynamiken? Welche Rolle spielen Wahrnehmung, Bewertung, Emotion, Macht, Rolle und Beziehungsebene? Dafür eignet sich ein Plenum mit guter Sicht und klarer Präsentationsfläche.

Dann gibt es Phasen der Fallarbeit. Teilnehmende bringen typische Situationen ein: ein angespanntes Mitarbeitergespräch, eine Beschwerdesituation, eine Übergabe zwischen Teams, einen Konflikt zwischen Fachabteilungen oder ein eskalierendes Kundengespräch. Dafür braucht es oft Kleingruppen, Moderationsflächen, Flipcharts, Whiteboards oder Metaplanwände. Der Raum muss zulassen, dass Fälle sichtbar gemacht und sortiert werden.

Und schließlich gibt es Übungsphasen. Rollenspiele, Gesprächssimulationen, Deeskalationsübungen oder Feedbacksequenzen brauchen Bewegungsraum. Wenn alle eng an Tischen sitzen, bleiben viele Methoden künstlich. Ein Stuhlkreis, freie Fläche oder flexible Bestuhlung können sehr hilfreich sein. Konflikttraining lebt davon, dass Teilnehmende nicht nur über Gespräche sprechen, sondern Gesprächssituationen körperlich, sprachlich und emotional nachvollziehen können.

 

Wie beeinflussen Atmosphäre, Licht und Architektur die Beteiligung?

Kay Schönewerk: Atmosphäre wirkt oft subtil, aber sie ist nicht nebensächlich. Licht, Akustik, Raumhöhe, Enge, Temperatur, Möblierung und Architektur beeinflussen, ob Menschen wach, konzentriert, offen oder zurückhaltend sind. In einem dunklen, schlecht belüfteten Raum mit schlechter Akustik sinkt die Beteiligung oft schneller, als man denkt. Umgekehrt kann ein heller, ruhiger Raum mit klarer Struktur die Aufmerksamkeit deutlich unterstützen.

Für Trainings ist besonders wichtig, dass ein Raum nicht nur repräsentativ wirkt, sondern arbeitsfähig bleibt. Schöne Architektur hilft wenig, wenn die Gruppe nicht gut hören kann, wenn Präsentationstechnik improvisiert werden muss oder wenn Flipcharts keinen Platz finden. Ein guter Lernraum verbindet Atmosphäre mit Funktion.

Architektur kann auch soziale Signale setzen. Eine starre frontale Anordnung erzeugt eine andere Dynamik als ein Stuhlkreis oder Gruppeninseln. Eine große Distanz zwischen Trainer und Teilnehmenden kann Autorität betonen, aber Beteiligung hemmen. Zu viel Nähe kann wiederum bei sensiblen Themen unangenehm werden. Deshalb muss die Raumform zum Ziel passen: Input, Austausch, Klärung, Reflexion, Übung oder Entscheidung.

 

Welche Raumformen unterstützen Führungskräfte-Workshops?

Kay Schönewerk: Führungskräfte-Workshops brauchen häufig einen Wechsel aus Analyse, Diskussion, Reflexion, Entscheidung und Transferplanung. Deshalb ist eine einzige starre Raumform selten ideal. Die U-Form kann gut sein, wenn Austausch und Sichtkontakt wichtig sind, aber gleichzeitig mit Präsentation gearbeitet wird. Der Stuhlkreis unterstützt Gleichrangigkeit, Dialog und Reflexion. Gruppeninseln eignen sich für Fallarbeit, Strategiearbeit oder die Entwicklung konkreter Maßnahmen.

Für Führungskräfte ist außerdem wichtig, dass der Raum nicht wie ein klassischer Schulungsraum wirkt, in dem jemand vorne steht und alle anderen aufnehmen. Führungskräfteentwicklung lebt von Verantwortung. Die Teilnehmenden müssen eigene Situationen einbringen, Entscheidungen diskutieren und manchmal auch ihr Führungsverhalten reflektieren. Dafür braucht es eine Umgebung, die Dialog ermöglicht.

Ich achte bei solchen Formaten darauf, dass Raum und Methode zusammenpassen. Wenn es um Führungskommunikation geht, müssen Gesprächssequenzen geübt werden können. Wenn es um Konfliktklärung geht, braucht es genügend Diskretion und Bewegungsraum. Wenn es um Strategie oder Veränderung geht, braucht es Arbeitsflächen, Visualisierung und eine Struktur, in der Ergebnisse sichtbar bleiben. Raumformen sind kein Dekor, sondern Teil der Prozessarchitektur.

 

Was brauchen KI-Schulungen in einer Tagungsvilla?

Kay Schönewerk: KI-Schulungen haben einen besonderen Doppelcharakter. Einerseits brauchen sie eine gute technische Grundlage: stabiles WLAN, Stromversorgung, Präsentationsfläche, ausreichend Arbeitsflächen für Laptops und die Möglichkeit, digitale Tools live zu zeigen. Ohne diese Basis wird eine KI-Schulung schnell unruhig, weil technische Probleme die Aufmerksamkeit binden.

Andererseits sind gute KI-Schulungen keine reinen Tool-Demonstrationen. Es geht nicht nur darum, Prompts auszuprobieren oder Funktionen zu zeigen. Unternehmen brauchen KI-Kompetenz: also ein Verständnis dafür, welche Aufgaben sinnvoll unterstützt werden können, wo Risiken liegen, wie Ergebnisse geprüft werden, welche Rolle Datenschutz, Urheberrecht, interne Regeln und Qualitätssicherung spielen und wie Mitarbeitende KI verantwortungsvoll in Prozesse integrieren.

Dafür ist eine Tagungsvilla durchaus interessant, wenn sie konzentriertes Arbeiten unterstützt. KI-Schulungen brauchen Phasen für Input, Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Prompt-Übungen, Reflexion und Transferaufgaben. Teilnehmende müssen eigene Arbeitsbeispiele durchdenken: Welche Texte, Prozesse, Rechercheaufgaben, Kommunikationssituationen oder Entscheidungsgrundlagen können unterstützt werden? Der Raum sollte diese Wechsel ermöglichen. Technik ist wichtig, aber methodische Struktur ist wichtiger.

 

Warum sind Pausen, Nebenräume und informelle Gespräche so wichtig?

Kay Schönewerk: In vielen Trainings passiert ein Teil des Lernens nicht während des Inputs, sondern in den Zwischenräumen. Pausen, Nebenräume und informelle Gespräche helfen, Inhalte zu verarbeiten. Teilnehmende sprechen über Beispiele aus ihrem Alltag, gleichen Wahrnehmungen ab, formulieren Einwände oder merken, dass andere ähnliche Probleme haben. Gerade bei Kommunikation, Konflikten und Führung ist das sehr wertvoll.

Eine gute Pausenarchitektur unterstützt den Lerntransfer. Wenn Menschen den ganzen Tag nur im selben Raum sitzen, bleibt vieles kognitiv. Bewegung, kurze Ortswechsel, informelle Gespräche und ruhige Rückzugsbereiche helfen, das Erarbeitete mit eigenen Erfahrungen zu verbinden. Das ist kein Wellness-Aspekt, sondern ein didaktischer Faktor.

Nebenräume oder kleinere Gesprächsbereiche sind besonders hilfreich bei sensiblen Themen. Manchmal braucht eine Kleingruppe Ruhe, um einen Fall zu sortieren. Manchmal braucht eine Führungskraft einen Moment, um eine Gesprächssituation zu reflektieren. Und manchmal entstehen wichtige Einsichten in einem kurzen Austausch in der Pause. Deshalb sollte ein Schulungsort nicht nur den Hauptraum betrachten, sondern auch die Räume dazwischen.

 

Welche Fehler machen Unternehmen bei der Wahl eines Schulungsortes?

Kay Schönewerk: Der häufigste Fehler ist, den Raum nur nach Verfügbarkeit und Preis auszuwählen. Natürlich spielen Budget, Termin und Erreichbarkeit eine Rolle. Aber bei anspruchsvollen Inhouse-Schulungen sollte die erste Frage lauten: Was soll in diesem Training tatsächlich passieren? Wenn es nur um Information geht, genügt oft ein funktionaler Raum. Wenn es um Verhaltensänderung, Konfliktklärung, Führungskommunikation oder KI-Anwendung geht, braucht es andere Bedingungen.

Ein zweiter Fehler ist zu wenig Flexibilität. Viele Räume sind für Vorträge geeignet, aber nicht für Methodenwechsel. Wenn Tische schwer sind, Flächen fehlen, Akustik schlecht ist oder keine Kleingruppenarbeit möglich ist, wird das Training methodisch eingeschränkt. Dann passt sich die Didaktik dem Raum an, obwohl es eigentlich umgekehrt sein sollte.

Ein dritter Fehler betrifft Diskretion. Unternehmen unterschätzen, wie stark Unterbrechungen, Laufwege, offene Türen oder die Nähe zum Arbeitsalltag die Offenheit beeinflussen. Gerade bei Konflikttraining, Deeskalationstraining und Führungskräfteentwicklung sollte man prüfen, ob der Ort vertrauliche Gesprächssituationen wirklich unterstützt.

 

Was ist Ihr wichtigster Rat für Unternehmen, die eine Inhouse-Schulung außerhalb der eigenen Räume planen?

Kay Schönewerk: Mein wichtigster Rat lautet: Den Ort nicht isoliert auswählen, sondern vom Ziel der Schulung aus denken. Eine Inhouse-Schulung außerhalb der eigenen Räume lohnt sich besonders dann, wenn der Ortswechsel einen fachlichen Zweck erfüllt. Das kann Konzentration sein, Diskretion, Abstand zum Alltag, bessere Beteiligung, mehr Ruhe, methodische Flexibilität oder ein Rahmen, der Verantwortung und Verbindlichkeit unterstützt.

Unternehmen sollten vor der Buchung klären: Welche Zielgruppe kommt zusammen? Wie vertraulich sind die Themen? Brauchen wir Plenum, Kleingruppen, Rollenspiele, Einzelarbeit oder digitale Übungen? Welche Technik ist notwendig? Wie wichtig sind Pausenbereiche? Gibt es genügend Raum für Bewegung, Visualisierung und Reflexion? Und wie wird das Gelernte später in den Arbeitsalltag übertragen?

Gute Weiterbildung entsteht aus dem Zusammenspiel von Ort, Raum, Trainer, Zielgruppe, Methode, Thema und Transferdesign. Der Ort ersetzt kein gutes Konzept. Aber er kann ein gutes Konzept deutlich unterstützen. Besonders bei Kommunikationstrainings, Konflikttrainings, Führungskräfteentwicklung und KI-Schulungen sollte man den Lernort deshalb als aktiven Bestandteil der Planung betrachten.

 

Über Kay Schönewerk

Kay Schönewerk ist Geschäftsführer der 4iMEDIA GmbH und fachlich mit der Bildungsakademie am Rosental verbunden. Als Autor, Speaker, Dozent, Seminarleiter und Berater arbeitet er an der Schnittstelle von Kommunikation, Weiterbildung, Organisationsentwicklung, Trainingsdesign und digitaler Sichtbarkeit. Inhaltliche Schwerpunkte sind Inhouse-Schulungen, Konfliktkommunikation, Deeskalation, Führungskommunikation, KI-Kompetenz, Moderation, Lerntransfer und die strukturierte Aufbereitung von Praxiserfahrung.

Weitere Informationen finden sich auf der Autorenseite von Kay Schönewerk bei der Bildungsakademie am Rosental, auf der Profilseite von Kay Schönewerk bei 4iMEDIA sowie im CaseGrit-Fachprofil von Kay Schönewerk.

 

FAQ: Tagungsvilla, Inhouse-Schulung und Lerntransfer

Warum ist der Ort für Inhouse-Schulungen wichtig?

Der Ort beeinflusst Konzentration, Beteiligung, Gesprächsqualität, Vertraulichkeit und Lerntransfer. Bei reiner Wissensvermittlung reicht oft ein funktionaler Seminarraum. Bei Kommunikationstraining, Konflikttraining, Deeskalationstraining, Führungskräfteentwicklung oder KI-Schulung wird der Raum jedoch Teil des Trainingsdesigns, weil er Methodenwechsel, Reflexion, Fallarbeit und geschützte Gespräche ermöglichen muss.

Wann ist eine Tagungsvilla für Schulungen sinnvoll?

Eine Tagungsvilla ist besonders sinnvoll, wenn ein ruhiger, diskreter und konzentrierter Rahmen benötigt wird. Das gilt etwa für Führungskräfte-Workshops, Konflikttrainings, Kommunikationstrainings, Teamreflexionen, Strategieformate und KI-Schulungen mit hohem Praxisanteil. Entscheidend ist nicht die besondere Architektur allein, sondern ob der Ort vertrauliche Gespräche, methodische Flexibilität und konzentriertes Arbeiten unterstützt.

Was braucht ein Raum für Konflikttrainings?

Ein Raum für Konflikttrainings braucht Diskretion, gute Akustik, ausreichend Bewegungsfläche, flexible Bestuhlung und Arbeitsflächen für Visualisierung. Wichtig sind Plenum, Kleingruppenarbeit, Rollenspiele, Fallarbeit, Feedbacksequenzen und Reflexionsphasen. Der Raum sollte ermöglichen, Konfliktdynamiken sichtbar zu machen und schwierige Gesprächssituationen praxisnah zu üben.

Warum ist Diskretion bei Kommunikationstrainings wichtig?

Diskretion ist wichtig, weil in Kommunikationstrainings häufig reale berufliche Situationen besprochen werden: schwierige Gespräche, Führungsfragen, Konflikte, Missverständnisse oder Unsicherheiten. Teilnehmende beteiligen sich offener, wenn sie darauf vertrauen können, dass Beispiele vertraulich behandelt werden. Ein externer Schulungsort kann diese geschützte Gesprächsatmosphäre unterstützen.

Welche Sitzordnung eignet sich für Führungskräfte-Workshops?

Für Führungskräfte-Workshops eignet sich häufig eine flexible Kombination aus U-Form, Stuhlkreis, Gruppeninseln und Plenum. Die U-Form unterstützt Austausch mit Präsentationsanteilen. Der Stuhlkreis fördert Dialog und Reflexion. Gruppeninseln eignen sich für Fallarbeit, Strategiearbeit und Transferplanung. Die Sitzordnung sollte immer zum Ziel des Workshops passen.

Was ist bei KI-Schulungen in einer Tagungsvilla wichtig?

KI-Schulungen benötigen stabiles WLAN, Stromversorgung, Präsentationstechnik, Arbeitsflächen für Laptops und ausreichend Raum für Einzelarbeit, Gruppenarbeit und Reflexion. Inhaltlich sollten KI-Schulungen nicht nur Tool-Funktionen zeigen, sondern KI-Kompetenz, Prompt-Arbeit, Qualitätsprüfung, Datenschutzsensibilität, Rollenklärung und Transfer in konkrete Arbeitsprozesse behandeln.

Wie beeinflusst Atmosphäre den Lerntransfer?

Atmosphäre beeinflusst, ob Menschen aufmerksam bleiben, sich beteiligen, Beispiele einbringen und neue Denk- oder Verhaltensweisen ausprobieren. Ein ruhiger, gut strukturierter Lernraum kann helfen, Alltagsdruck zu unterbrechen und Inhalte mit eigenen Erfahrungen zu verbinden. Lerntransfer entsteht leichter, wenn Raum, Methode, Thema, Zielgruppe und Transferaufgaben zusammenpassen.

Wann ist ein externer Schulungsort besser als ein Besprechungsraum im Unternehmen?

Ein externer Schulungsort ist sinnvoll, wenn Abstand zum Tagesgeschäft, Vertraulichkeit, Konzentration oder ein bewusster Perspektivwechsel benötigt werden. Das betrifft besonders Konflikttrainings, Deeskalationstrainings, Führungskräfteentwicklung, Strategie-Workshops und KI-Schulungen mit Praxisanteil. Ein interner Besprechungsraum reicht oft aus, wenn es vor allem um kurze Informationsvermittlung geht.

 

Zusammenfassung

Eine Inhouse-Schulung wird nicht allein durch Inhalte, Trainer und Technik wirksam. Der Ort beeinflusst, ob Menschen konzentriert arbeiten, sich beteiligen, schwierige Themen ansprechen, vertraulich reflektieren und neue Handlungsmuster ausprobieren können. Bei reiner Wissensvermittlung kann ein funktionaler Seminarraum genügen. Bei Kommunikationstrainings, Konflikttrainings, Deeskalationstrainings, Führungskräfte-Workshops und KI-Schulungen ist der Lernort dagegen ein methodischer Faktor.

Eine Tagungsvilla kann für solche Formate sinnvoll sein, wenn sie einen ruhigen Rahmen, Diskretion, räumliche Distanz zum Arbeitsalltag, flexible Raumformen, gute Pausenbereiche und professionelle Arbeitsbedingungen bietet. Entscheidend bleibt das Zusammenspiel aus Raum, Thema, Zielgruppe, Methode, Trainer und Transferdesign. Der Ort ersetzt kein Konzept, aber er kann die Qualität von Gesprächen, Beteiligung und Lerntransfer deutlich unterstützen.

 


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